Achtung, Vertrauen, Offenheit und Hilfsbereitschaft
Nach den Osterferien war es endlich so weit: Wir, die Klasse R10b vom Schulzentrum Bühlertann, machten uns auf den Weg nach Berlin. Los ging’s am Montagmorgen um 5 Uhr – ja, richtig gelesen: fünf Uhr. Während manche von uns noch halb geschlafen haben, waren andere schon erstaunlich wach (oder taten zumindest so). Mit dem Zug über Nürnberg startete unser Abenteuer.
In Berlin angekommen, legten wir direkt los – Zeit zum Ausruhen gab’s nicht. Wir erkundeten die East Side Gallery, den Alexanderplatz, das Rote Rathaus und die Weltzeituhr. Danach ging’s weiter zu den Hackeschen Höfe. Zum Abschluss des Tages belohnten wir uns mit unseren Lehrkräften in einem amerikanischen Diner – schließlich hatten wir uns das nach so viel Laufen auch verdient.
Die Nacht im Hostel war… sagen wir mal: lebhaft. Schlaf wurde eher als „optionales Extra“ angesehen, was nicht an uns, sondern an den unzähligen Schüler:innen im Hostel, lag.
Trotzdem machten wir uns am nächsten Tag tapfer auf ins Regierungsviertel. Dort gerieten wir mitten in einen Staatsbesuch – Absperrungen inklusive. Unsere Tour wurde also etwas improvisiert, aber hey, nicht jede Klasse erlebt so etwas! Am Nachmittag ging es weiter zum Olympiastadion Berlin, wo wir eine spannende Führung bekamen. Abends wartete dann ein echtes Highlight: Im Friedrichstadt-Palast sahen wir die Show „Blinded by Delight“. Akrobatik, Gesang, Tanz und wir mittendrin – ziemlich beeindruckend!
Am Mittwoch wurde es etwas ernster: In der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen bekamen wir Einblicke in die DDR-Vergangenheit. Das war sehr eindrucksvoll und hat uns zum Nachdenken gebracht. Am Nachmittag ging es dann hoch hinaus auf den Berliner Fernsehturm. Die Aussicht über Berlin war einfach der Wahnsinn – und definitiv Instagram-tauglich.
Am vorletzten Tag spazierten wir rund um den Berliner Dom, bevor wir den Deutschen Bundestag besuchten. Dort erlebten wir eine echte Plenarsitzung zum Thema „Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland“ (ja, wir waren plötzlich richtig politisch unterwegs). Außerdem diskutierten wir mit dem Grünen-Abgeordneten Harald Ebner, besichtigten die Kuppel und aßen im Paul-Löbbe-Haus – fast wie echte Politiker:innen, nur ohne Anzugpflicht. Am Nachmittag wurde geshoppt, und am Abend ging’s in den Matrix Club Berlin. Dort wurde getanzt, gelacht und vermutlich mehr Kalorien verbrannt als im Sportunterricht. Gegen Mitternacht machten wir uns – begleitet von Herrn Schreiber und Frau Jeppe – zurück ins Hostel.
Am Freitag konnten wir noch den Tag in Berlin genießen. Nach einem kurzen Abstecher zum Checkpoint Charlie ging es in einen Escape Room. Teamwork, Chaos und viel Gelächter inklusive – aber wir haben uns tatsächlich befreit! Nach einem letzten gemeinsamen Essen wurde es nochmal spannend: Unsere Lehrkräfte stellten fest, dass sich die Zugzeiten geändert hatten. Plötzlich hieß es: Sprint zum Bahnhof! Also rannten wir – ganz im Stil einer klassischen Deutsche-Bahn-Geschichte – zur S-Bahn, um unseren Zug noch zu erwischen.
Am Ende können wir sagen: Diese Abschlussfahrt war einfach richtig gut. Wenig Schlaf, viele Schritte, unzählige Erlebnisse und noch mehr Lacher – genau so haben wir uns das vorgestellt. Und ganz ehrlich: Einige von uns wären gerne noch ein paar Tage länger geblieben.